Session 6

Die Abenteurer gehen mit dem Drachen den Deal ein, dass er jeden Monat einen kleinen Sack voller glänzender Fischschuppen erhält. Veraya bleibt beim Drachen, da sie sich als Einzige mit ihm unterhalten kann. Die anderen Abenteurer gehen ins Dorf zurück, um abzuklären, ob dieser Deal machbar ist. Der Bürgermeister meint, dass sie das schaffen werden und gibt den Abenteurern einen Sack Schuppen mit. 

Somit können sie Teyo aus den Fängen des Drachens befreien und mit ihm zurück ins Dorf kehren. Dort ist das Fischfest gerade in den Startlöchern.

Die Abenteurer setzen sich an einen Tisch, trinken und essen etwas. Sie freuen sich, dass ein Mann stolz «Flammkuchen» verkauft. 

«Die letzten Sonnenstrahlen des Tages verblassen langsam hinter den Dächern von Trost, während sich auf dem Dorfplatz ein lebendiges, warmes Treiben entfaltet. Überall wurden einfache Holztische und zusammengewürfelte Stühle aufgestellt, dicht an dicht, als hätte das ganze Dorf beschlossen, heute keinen Abstand mehr zu kennen.
Über euren Köpfen spannen sich Reihen aus fischförmigen Lampions, die sanft im Abendwind schaukeln. Ihr warmes, goldenes Licht taucht den Platz in eine beinahe märchenhafte Atmosphäre, lässt Gesichter weich erscheinen und bringt die Farben der Kleidung und Speisen zum Leuchten.
Der Duft von frisch gebratenem Essen, würzigen Kräutern und warmem Brot liegt schwer in der Luft. Hier und da zischt Fett über offenen Feuerstellen, während Dorfbewohner geschäftig Teller füllen und Krüge nachschenken. Bier und Wein fließen reichlich, begleitet vom herzhaften Lachen der Erwachsenen, die in ausgelassene Gespräche vertieft sind.
Nicht weit davon entfernt jagen Kinder kreischend und lachend über den Platz, spielen Fangspiele zwischen den Tischen oder versuchen sich an einfachen Wettkämpfen. Ihre Stimmen mischen sich mit der Musik – fröhliche Melodien, gespielt auf Flöten, Lauten und Trommeln, die den Rhythmus des Abends bestimmen.
Alles wirkt unbeschwert, beinahe zeitlos – als hätte das Dorf für diesen Moment seine Sorgen vergessen. Ein Gefühl von Gemeinschaft liegt in der Luft, greifbar und warm…»

Das Fest wird unterbrochen durch eine Rede des Bürgermeisters:

„Meine lieben Freunde… meine Nachbarn… meine Familie. Ein weiteres Jahr ist vergangen, und wieder stehen wir hier – gemeinsam, vereint, unter dem Licht unserer treuen Fische. Seit Generationen schon wachen sie über uns… jene stillen, leuchtenden Wesen aus dem Weiher im Wald. Sie sprechen nicht – und doch erzählen sie uns mehr, als Worte es je könnten.
Sie erinnern uns an Reinheit – daran, dass selbst in trübem Wasser etwas Helles bestehen kann. Sie erinnern uns an Kraft – denn trotz der Dunkelheit leuchten sie weiter, unbeirrt, ungebrochen. Und…sie schenken uns Hoffnung. Hoffnung, dass wir – egal, was kommt – füreinander da sind. Einmal im Jahr bringen wir sie in unsere Brunnen. Nicht, um sie zu besitzen… sondern um ihnen zu dienen. Und hier möchte ich besonders jene ehren, die oft im Stillen wirken… unsere Teichputzer. Sie reinigen jetzt, da ich spreche, was andere übersehen. Sie bewahren, was uns heilig ist. Sie erinnern uns daran, dass wahre Größe nicht im Glanz liegt… sondern in der Hingabe. Dieses Fest ist mehr als gutes Essen, Musik und Lachen. Es ist ein Versprechen. Ein Versprechen, dass wir unser Licht nicht verlöschen lassen. Dass wir füreinander sorgen, wie wir für die Fische sorgen. Und dass wir – selbst in den dunkelsten Zeiten – niemals vergessen, wer wir sind. Auf euch. Auf unser Dorf. Und auf das Licht, das uns alle verbindet. Möge es niemals erlöschen.“

Der Höhepunkt des Abends bildet die Rückkehr der Teichputzer, die mit Applaus empfangen werden. Daraufhin sperren die Kinder die Brunnen auf und alle bestaunen die hell erleuchtete Atmosphäre.

Nachdem die Kinder zu Bett geschickt wurden, trinken die Erwachsenen noch weiter und es beginnen Kampfspiele, zu welchen die Abenteurer eingeladen werden. Alle bis auf Billja machen mit. Sie erhalten einen Trank, der dich für kurze Zeit unverletzbar macht. Sie müssen gegeneinander in einem vorgegebenen Quadrat kämpfen. Heikas verliert und gewinnt als «Erster von Hinten» ?. ? haben ihren Trank nicht aufgebraucht, sondern eingesteckt.

Am kommenden Morgen machen sich die Abenteurer auf den Weg in Richtung Bezirksgrenze. Auf dem Weg werden sie von Riesenebern angegriffen. Diese können sie besiegen.

Da die Meisten Leute das Grenzgebiet aufgrund der Grenzstreifer, abtrünnige Halbelfengruppe, meiden, sind die Wege nicht gut, weshalb die Reise mühsam und lange dauert. Gegen Abend erreichen sie das Grenzgebiet zu Sylvaenor, wo sie dank Rat von Teyos Mutter, bei Hans im Wächterhäuschen übernachten dürfen.